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Museum aktuell

Falkensee im Nationalsozialismus

1933 bis 1945

Tür einer Kellerkammer mit tagebuchähnlichen Notizen

Tür einer Kellerkammer mit Inschrift

September 1940, Falkensee

Falkensee war am Ende der Weimarer Republik in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht eher durchschnittlich. Die Unauffälligkeit verlor die Gemeinde während der NS-Diktatur, was nicht zuletzt aus der Nähe zu Berlin resultierte. Zahlreiche Falkenseer arbeiteten in den Industriebetrieben sowie im privatwirtschaftlichen und staatlichen Verwaltungsapparat der Reichshauptstadt. Sie profitierten von einer Wirtschaft, die mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Aufrüstung angekurbelt wurde und vielen Familien Wohlstand bot. Das ließ es der Mehrheit leichter fallen, sich mit dem System zu arrangieren und führte zu einem Zulauf in die NSDAP, der in Falkensee überdurchschnittlich war.

 

Die NS-Volkswohlfahrt richtete im Ort eine Verwaltungsschule ein. Auch Reichsministerien, Wehrmacht und Rüstungsindustrie erkannten die Standortvorteile und siedelten wichtige Betriebe der Kriegsproduktion an, in denen Tausende von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen ausgebeutet wurden. Zur Bedeutung Falkensees im NS-Regime gehörte auch, dass das KZ Sachsenhausen ein Außenlager im Ort errichten ließ.

Volksempfänger
Volksempfänger

im Volksmund »Goebbelsschnauze« genannt

Ausgeschlossen

Archäologie der NS-Zwangslager

30.09.2022 bis 26.02.2023

  Zur Eröffnung der Ausstellung   »Ausgeschlossen. Archäologie der NS-Zwangslager«   laden wir

Das neue Heimatjahrbuch 2023

25. November 2022, 19 Uhr

Rathaus Falkensee, Sitzungssaal

  Einladung zur Präsentation des Heimatjahrbuchs